Flutkatastrophe in Pakistan Entwicklungsministerium erhöht Hilfen für Wiederaufbau
Die neuen Mittel des BMZ dienen vor allem dazu, in besonders von der Flut betroffenen Gemeinden die Infrastruktur nachhaltig wiederaufzubauen. Es geht dabei zum Beispiel um Brücken, Straßen oder Wasserversorgung. Die Wiederaufbau-Projekte sollen zugleich Arbeit schaffen für die Menschen, die von der Flut vertrieben wurden.
Auch aus existierenden Pilotprojekten des BMZ zum Ausbau von Klimarisikoversicherungen werden circa 140.000 von der Flut betroffene Menschen direkte Hilfe erhalten. Das betrifft etwa Kleinbäuerinnen, die ihre Ernte oder ihr Vieh durch die Flut verloren haben und nun dringend Geld für einen Neuanfang brauchen. Das BMZ arbeitet mit Entwicklungsländern zusammen daran, diese finanziellen Absicherungssysteme gegen Klimaschäden größer und systematischer auszugestalten. Ein entsprechender Schutzschirm gegen Klimarisiken soll auf der nächsten Weltklimakonferenz starten.
Seit Mitte Juni leidet Pakistan unter starken Regenfällen, die zu der schlimmsten je aufgezeichneten Flutkatastrophe in dem Land geführt haben. Nach offiziellen Angaben sind 33 Millionen Menschen von den Fluten betroffen, darunter 3,4 Millionen Kinder. Vielen Menschen wurde die Lebensgrundlage genommen, da die Wassermassen landwirtschaftliche Flächen zerstört und Vieh getötet haben. Der wirtschaftliche Gesamtschaden für das Land wird auf 30 Milliarden US-Dollar geschätzt. Wiederholt rief der Generalsekretär der Vereinten Nationen, António Guterres, die internationale Gemeinschaft auf, Pakistan in dieser Krise historischen Ausmaßes nicht alleine zu lassen.